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Die vergangenen Tage

Heute melden wir uns nach einer längeren Pause zurück, die den ereignisreichen zurückliegenden Tagen geschuldet ist. Wir durften ein paar neue Seiten an Tirana und auch an unserem Senior entdecken, der sich zu einem richtigen Erziehungsmeister zu entwickeln scheint. Zuvor 14 Jahren lang ungefordert verharrte dieses Talent im Hunde und nahm die Ankunft der frechen Wusel-Wurst zum Anlass, herauszubrechen. Eine typische Alltagssituation: Morgenfütterung nach dem Aufstehen. Tirana wie immer mit gesegnetem Appetit bereit zur Aufnahme von allem, was ihr vor die Nase fällt, unter anderem das Fressen in Tommis Napf. Mag er es noch akzeptieren, dass sie zuschlägt, wenn er fertig gegessen hat, so erzürnt er sich darüber, wenn sich plötzlich eine weitere Schnauze in seinem Napf schiebt, wenn er gerade speist. Da reißt auch unserem Vorbild-Hund zum ersten Mal in seinem Leben der Geduldsfaden! Zähnefletschend baut er sich vor seinem Napf auf und vertreibt den frechen Futtermops mit lautem Gebell. Da haben Herrchen und Frauchen nicht schlecht gestaunt, da sie sich nicht sicher waren, ob Tommi überhaupt bellen kann. Nun, seitdem ist klar, wer der Dienstälteste im Haus ist und der Napf wird nur noch respektvoll von Weitem beobachtet. Das wäre geklärt. Weiterhin trägt es sich zu, dass die spanische Chaos-Queen zeitweise zur Ruhe kommt. Sogar das Schmusen ist ohne wildes Herumrollen möglich, solange es auf dem Sofa stattfindet und ausgiebig zelebriert wird. Da kommt es sogar vor, dass sie einschläft anfängt zu schnarchen. Nachts schläft sie weiterhin sehr brav in ihrem Korb, sobald morgens aber der Radiowecker die ersten Nachrichten des Tages von sich gibt, steht sie auf und begrüßt jeden der zweibeinigen Mitbewohner freudig mit dem Schwanz wedelnd am Bett. In einem Moment großen Zugetanseins durfte sie sogar ein Weilchen ins Bett kommen, wo sie sich abwechseln an einen Rücken schmiegte oder sich am Fußende einrollte. Wie schön. Samstags musste eh ausgiebig gebadet werden, nachdem auf dem Hundespielplatz ein Artgenosse mit verheerendem Speichelfluss großzügig Andenken an alle Anwesenden verteilt hatte. Das Baden verlief problemlos, allerdings fiel das nachfolgende Styling nicht in die Gunst der jungen Dame. Statt sich abtrocknen und föhnen zu lassen, kann man sich ja auch auf dem Holzboden wälzen. Genauso gut. Gestern war es dann soweit. Die erste Zugfahrt stand an. Das hat noch nicht so fantastisch geklappt, aber wir bleiben dran. Die folgende einstündige Autofahrt war schon spannender, da man aus allen Fenstern schauen kann und immer weiß, was passiert. Sogar die Mosel und die Familie des Pflegefrauchens in der Großausführung wurden ausgiebig begutachtet und für gut befunden. Wieder daheim angekommen, wurde unsere Dame dann aber sofort von der Müdigkeit übermannt und sie fiel in einen wohl verdienten 12-stündigen Schlaf...
19.1.15 09:11
 
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